Lexikon der Fachbegriffe im Zusammenhang mit Zahnersatz
Amalgam
Amalgam wird für kariöse Zähne als Füllstoff genutzt. Diese Legierung hat eine Haltbarkeitsdauer von bis zu 10 Jahren und gehörte bei den Füllungen einst zur Standardversorgung. Sie wird heute durch zahnfarbene Komposit Füllungen abgelöst, die allerdings extra berechnet werden.
Befund
Der Befund wird bei der Untersuchung in der Praxis erstellt. Danach bemisst sich der Festkostenzuschuss der Krankenkasse.
Behandlungskosten
beinhaltet alle Kosten des Zahnarztes und des Zahntechnik-Labors.
Biolegierung
siehe auch Gold/Hochgoldlegierung
Bleaching
zu deutsch „Bleichen“, ist ein immer stärker nachgefragtes Verfahren zur Aufhellung der eigenen Zahnfarbe. Als Vorraussetzung dafür dient eine Bleachingschiene zur Aufnahme des Bleachingmittels und zurEinbringung in den Mund.
Brücke
Die Brücke ist eine Lösung zur Schließung einer Zahnlücke. Dieser festsitzende Zahnersatz wird an vorhandenen, vorher beschliffenen Zähnen, befestigt. Die präparierten Zähne dienen als Brückenanker. Das Gerüst besteht aus einer Metalllegierung (Gold oder NEM= Nichtedelmetall), die mit Keramik verblendet wird, um es wie echte Zähne aussehen zu lassen.
Eigenanteil
Die Kosten, die nach Abzug des Kassenzuschusses von den Gesamtkosten übrig bleiben und vom Patienten zu zahlen sind.
Festzuschuss
Der Festzuschuss ist der Betrag, den Ihre Krankenkasse zu Ihrem Behandlungsfall dazu zahlt. Der Betrag wird nicht verändert, egal für welche Zahnersatzversorgung Sie sich entscheiden. Zusätzlich erhält jeder Patient je nach Führung seines Bonusheftes noch einen Bonuszuschuss. Bei 10 Jahren sind das maximal 30% auf den Festzuschuss.
Galvano
Bei dieser Versorgung erstellt der Zahntechniker galvanisch einen hauchdünnen Überzug aus nahezu reinem Gold über einen Pfeilerzahn. Heute überwiegend im Bereich der Teleskoptechnik angewendet, wo es zur Stabilisierung in einen Stahlkäfig eingeklebt und noch verblendet wird.
Geschiebetechnik
Zur Kategorie des herausnehmbaren Zahnersatzes gehört die Geschiebearbeit. Mit dem Geschiebe werden festsitzende Zähne mit dem herausnehmbaren Teil verbunden. Hierfür ist eine akribisch genaue Handwerks-Technik erforderlich.
Gold/ Hochgoldlegierung
Zahnersatz aus Goldlegierungen ist in der Zahnheilkunde auf dem Rückmarsch, obwohl es für Kronen und Brücken der optimale Werkstoff ist, wegen seiner Bioverträglichkeit und Belastbarkeit. Da der Goldpreis ständigen Steigerungen auf dem Weltmarkt unterliegt, sind die Preisschwankungen für den Legierungseinsatz schwer kalkulierbar.
HKP
Kurzform für Heil- und Kostenplan. Hieraus sind alle, für die geplante Behandlung notwendigen Daten ersichtlich.
Implantat
Um einen Zahn zu ersetzen, ohne die Nachbarzähne zu beeinträchtigen, wird Ihr Zahnarzt das Implantat empfehlen. Implantate bestehen aus einer künstlichen Wurzel und einem Verbindungsstück, auf dem dann eine Krone aufgesetzt wird. Die Krone kann dann wahlweise aus Gold, NEM oder Zirkon bestehen.
Die künstliche Wurzel besteht in der Regel aus Titan.
Inlay
Kleinere Kariesschäden im Zahn können mit einem Inlay versorgt werden. Nach Abdrucknahme des Zahnarztes, ist das Dentallabor in der Lage, ein passgenaues Teil zu erstellen, dass exakt die Kavität ausfüllt. Bei Keramikinlays ist ein Unterschied zwischen echtem und künstlichem Zahn nicht erkennbar.
Karies
Früher auch Zahnfäule genannt: Dies sind Bakterien, die Zahnschäden verursachen und die im feucht-warmen Milieu der Mundhöhle durch Unterstützung von Säuren und Zucker bestens gedeihen. Bei Karies handelt es sich um die am weitesten verbreitete Zahnkrankheit. Konsequente Zahnpflege ist das beste und wirkungsvollste Mittel dagegen.
Keramik
Im Laufe der Jahre hat sich KERAMIK als besonders verträglich und der Natürlichkeit der Zähne am nächsten kommende Lösung erwiesen. Es ist biologisch unbedenklich und schont den Zahnnerv wegen seiner geringen Wärmeleitfähigkeit. Gegenüber anderen Materialien verhält Keramik sich absolut neutral und unkompliziert. Die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit übertrifft selbst hochwertige Metalle.
Kombinationsarbeiten
Unter Kombi-Arbeiten versteht man auch Teleskopprothesen. Hierbei werden Zähne mit einer Primärkrone versehen, auf die dann die Sekundärkrone mit anhängendem Modellguss auf- und abgesetzt werden kann.
Krone
Kronen dienen zur Erhaltung eines beschädigten Zahnes. Nach dem Beschleifen wird die Krone auf dem Stumpf mittels Zement oder Adhäsiv befestigt. Eine lange Haltbarkeitsdauer und Wiederherstellung der vollen Kaufunktion zeichnet diese Versorgung aus. Mit der entsprechenden Keramik kann auch die Optik so hergestellt werden, dass der Zahnersatz wie ein natürlicher Zahn aussieht.
Metallverblendkeramik (VMK)
Siehe auch „Verblendmetallkeramik“: die am häufigsten verwendete Herstellungstechnik in der Kronen- und Brückenversorgung. Auf einem Metallgerüst (Edel- oder Nichtedelmetall) welches als Trägermaterial dient, wird eine Verblendung aus zahnfarbener Keramik aufgebrannt.
Material- und Laborkosten beinhaltet alle Kosten des zahntechnische Labors. Hier lassen sich die größten Einsparungen erzielen. Ein ganz geringer Teil kann auch noch in der Praxis enstehen.
Onlay
Das Onlay wird genauso hergestellt wie das Inlay, ist jedoch nicht nur eine Einlagefüllung, sondern umfasst auch die Zahnkrone.
Prothese
Prothesen unterteilt der Zahnarzt in zwei Kategorien.
1. Total- oder Vollprothese: wird verwendet, wenn keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Der Halt entsteht nur durch Adhäsion (Anhangskraft) mittels des Speichels (besser) oder einer Haftcreme (schlechter) am zahnlosen Kiefer bzw. Gaumen. Durch die Form des Kiefers haben Oberkieferprothesen anatomisch bedingt meistens einen besseren Sitz.
2. Teil-Prothese: verwendet man, wenn an noch vorhandenen, eigenen Zähnen mittels Klammern, Geschieben oder Teleskopen ein Zahnersatz befestigt werden kann.
Reduzierte Legierung/ Ecolegierung
heute absolut nachgefragter Legierungstyp aus diversen Bestandteilen u. a. Palladium und Silber. Liegt im Preis zwischen Hochgold und Nichtedelmetall (NEM)
Spargold
siehe „reduzierte Legierung“
Teleskoparbeiten
Siehe Kombinationsarbeiten
Teleskopkrone
Die Teleskopkrone besteht aus dem Primärteil(fest) und dem Sekundärteil(herausnehmbar). Diese Methode hat sich sehr bewährt und stellt eine kostspielige aber sehr langlebige Form der Versorgung mit Zahnersatz dar. Das herausnehmbare Teil sollte voll verblendet werden, um es wie natürlichen Zahnersatz aussehen zu lassen.
Totalprothese
siehe auch Prothese
Verblendmetallkeramik
die am häufigsten verwendete Herstellungstechnik in der Kronen- und Brückenversorgung. Auf einem Metallgerüst (Edel- oder Nichtedelmetall) welches als Trägermaterial dient, wird eine Verblendung aus zahnfarbener Keramik aufgebrannt.
Voll (zirkon)Keramikkronen oder -brücken
Siehe auch Zirkonoxid. Werden bei allen ästhetisch sehr anspruchsvollen und Allergie-Patienten verwendet und sind von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden. Das Trägermaterial besteht aus Zirkon und wird dann noch mit zahnfarbener Keramik voll verblendet.
Vollprothese
Siehe Prothese
Zirkonoxid
auch Zirkonium oder Zirkondioxid, ein Werkstoff, der ursprünglich aus der Weltraumforschung stammt, ist ein optimales Material zur Versorgung mit Vollkeramikkronen oder -brücken. Hohe Bioverträglichkeit, sowie absolute Farbechtheit, machen diese Technik zu einer begehrten Versorgung für alle Patienten, denen ein attraktives Lächeln wichtig ist.
Sie haben noch mehr Fragen? Oder fehlt Ihnen eine Erklärung? Nutzen Sie doch unser Kontaktformular



Neu: flair-dent bei: